Biere des Monats

Mort Subite

Mort Subite Gueuze

Mort Subite Gueuze

Typ: Gueuze
Brouverij Mort Subite, Asse­Kobbegem, Belgien
2014: Goldmedaille im World Beer Award

  • Farbe: Kupfer, rötlicher Bernstein
  • Trübung: klar
  • Schaum: Eierschalefarben, fest, feinporig
  • Rezens: fein prickelnd, fast spritzig
  • Nase: Johannisbeere, Stachelbeere, Brombeere, frische Gurke, leicht saure Noten, leicht karamell, frisch
  • Zunge: erfrischende Fruchtsäure, Beeren, Obstsalat: Apfel, Ananas, Pfirsich, Birne; Säure und Süße fein ausbalanciert; leichte Bittere am Zungengrund
  • Gaumen: spritzige Obstnoten durchziehen den ganzen Mund­ und Rachenraum; feine Fruchtsäure gepaart mit unaufdringlicher Süße
  • Abgang: man behält das Bier gerne im Mund; alle Aromen »rutschen« nach hinten; erfrischend lange und sehr angenehm

»Mort Subite« kann als Aperitif, aber auch als Digestif getrunken werden.

»Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, …«, so heißt es in dem alten Volkslied. Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen (hoffentlich). Dann ist es kein Fehler, ein erfrischendes, leichtes Bier zu genießen. Wie wäre es mit einer Gueuze? – Aber aufgepaßt!!! Für uns deutsche Biertrinker ist der Geschmack ungewohnt. Die Gueuze ist ein saures Bier und »sauer« ist – wenn es um Bier geht – ein Synonym für »nicht trinkbar«. Lassen Sie sich trotzdem auf sie ein, merken Sie, daß sie eine subtil hintergründige Geschmacksfülle aufzuweisen hat.

Die Mutter jeder Gueuze ist das »Lambic«, ein spontan vergorenes Bier, das in der Region um Brüssel, im Sennetal gebraut wird. Hier ist ein besonderer Hefestamm heimisch: »Brettanomyces bruxellensis«. In offene Kühlschiffe unter dem Dach wird die Maische geleitet und dort von den wilden Hefen infiziert. Anschließend wird der Sud in Eichen­ oder Kastanienfässer abgefüllt und gelagert; die Gärung beginnt. Zur »Gueuze« wird das Bier durch Vermischen von meist ein Jahr altem, noch nicht komplett vergorenem, mit meist zwei bis drei Jahre altem Lambic. Die Mischung wird dann in Flaschen abgefüllt, wo durch eine zweite Gärung unter anderem Kohlensäure entsteht, die beim Lambic durch die Lagerung in Fässern verloren gegangen ist. Durch die zweite Gärung wird das Produkt saurer und entwickelt sein typisches Aroma. Der »Gueuzesteeker« – vergleichbar beim Whisky mit dem »Blender« – leitet das Lambic-Bier durch mehrere Lambic­Kessel, bis der Verschnitt die vorgeschriebene Qualität erreicht hat. Erleben kann man dies in Brüssel in der Brauerei »Cantillon«, die bezüglich Lambic und Gueuze Referenzbiere braut.

Sie finden das bier auch in unserem Shop: Mort Subite Gueuze

Kategorien: Bier des Monats
Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , ,
Author: Detlef Rick